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VR-Offensive bei AUDI

VR-Offensive bei AUDI

Audi startet Virtual-Reality-Anwendung für die Kundenberatung im Autohaus: In Deutschland, Großbritannien und Spanien nehmen derzeit erste Händler das System in Betrieb, weitere Märkte und Standorte sollen folgen. Mit der VR-Lösung erlebt der Kunde seinen individuell konfigurierten Audi. Die „VR Experience“ demonstriert Ausstattungsoptionen und lässt den Kunden virtuell in die Welt der Vier Ringe eintauchen. Als Teil einer so genannten Digitalisierungs-Offensive für Audi-Handelspartner ist die VR-Brille in die IT-Systeme der Marke integriert.


Von Mike Wallbrecht
Quelle und Bildmaterial: Audi AG

Virtual Reality bei ersten Händlern im Serieneinsatz


Mit digitalen Technologien wie der VR-Brille können Händler das Modell-Portfolio von Audi im Beratungsgespräch präsentieren – einschließlich aller Ausstattungsoptionen. Ausgehend von Audi City, dem digitalen Schauraum für Innenstadtlagen, bringt die Marke vielfältige digitale Lösungen für das Autohaus in die Märkte. Mehr als 400 sogenannte Customer Private Lounges, digitalisierte Beratungs-Suiten, sind bereits im Einsatz, weitere Standorte folgen sukzessive. Die Audi VR Experience ergänzt nun das Angebot für die Händler.

„Mit der VR Experience haben wir für die Audi-Händler ein vollwertiges Vertriebstool entwickelt. Es bietet unseren Kunden mehr Information und Sicherheit bei der Kaufentscheidung sowie einen besonderen Erlebnisfaktor. Damit machen wir den nächsten Schritt in unserer Strategie und verbinden digitale Innovation mit den Stärken des stationären Handels.“

Nils Wollny
Leiter Digital Business, AUDI AG

Mit der VR-Brille können Interessenten ihren individuellen Traumwagen konfigurieren und bis ins Detail in 3D begutachten. Rechnerisch stehen mehrere hundert Millionen mögliche Modell- und Ausstattungsvarianten zur Auswahl. Die VR-Anwendung lässt den Nutzer in die virtuelle Welt eintauchen und vermittelt ein detailliertes Bild vor der Kaufentscheidung. Der Kunde erlebt seinen konfigurierten Audi in 360 Grad, mit Licht- und Klangeffekten. Unterschiedliche Umgebungen, Tageszeiten und Lichtverhältnisse tragen ebenso zum virtuellen Probesitzen bei. Auch das Interieur kann aus jedem Blickwinkel betrachtet werden, bis hin zum Schliff von Dekoreinlagen je nach Position zur virtuellen Lichtquelle.

Die Darstellung der Audi VR experience basiert auf den Konstruktionsdaten der Audi-Modelle. Eine Art „Röntgenblick“ erlaubt daher technikinteressierten Nutzern auch den Blick unter die Fahrzeugoberfläche in den Aufbau technischer Komponenten. Künftige VR-Software-Upgrades werden zudem Demo-Features zu Audi-Innovationen bieten, die der Kunde bei einer realen Probefahrt nur eingeschränkt testen kann – etwa Lichttechnologien bei Nacht und schlechter Sicht.

Darüber hinaus bietet die Audi VR experience besondere Erlebnismomente – eine Erwartung, die immer mehr Kunden mit dem Autokauf verbinden. Motorsportbegeisterte Kunden können etwa virtuell in die Rennatmosphäre der 24 Stunden von Le Mans eintauchen: Als Reminiszenz an die Audi-Erfolge bei dem legendären Langstreckenrennen ist der Kunde hautnah beim Boxenstopp im Kreis der Mechaniker-Crew mit dabei.

Technische Basis der VR-Anwendung für das Autohaus ist in den meisten Märkten das Rift-Headset des Projektpartners Oculus. 2015 startete die Audi VR experience erstmals in einer Beta-Version in den Testbetrieb bei ausgewählten Händlern in Brasilien und Deutschland. Die dabei gewonnenen Erfahrungen von Kunden und Händlern sind in die Weiterentwicklung des Systems eingeflossen.

Virtual Reality kommt bei Audi in zahlreichen Unternehmensbereichen zum Einsatz – vom Vertrieb über die Technische Entwicklung bis zur Automobilproduktion. So schult das Unternehmen beispielsweise mit Hilfe von VR-Brillen Logistikmitarbeiter für deren Einsatz an den weltweiten Fertigungsstandorten der Vier Ringe.

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